Beziehungsunfähig?


Gibt es das überhaupt? Ich meine (fast) jeder Mensch hat schon mal eine Beziehung geführt. Jeder weiß was für Prioritäten in einer Beziehung gesetzt werden. Es ist ja nicht so, als wäre dieses „Gebiet“ komplett unerforscht. Und selbst wenn ein Mensch das erste Mal eine richtige Beziehung eingehen sollte, gibt es ja noch genügend Medien in denen Beziehungen von Mann und Frau (oder von Mann/Mann und Frau/Frau) aufgeschlüsselt und kommentiert werden und sei es nur im Internet in sämtlichen Foren und so weiter.
 
Vor vielen Jahren war ich drauf und dran eine Beziehung mit so Jemanden einzugehen, zuletzt ließ er mich sitzen mit der Begründung er sei beziehungsunfähig (ja genau…!). Mittlerweile führt nun aber genau dieser Mensch eine jahrelange Beziehung und die soll sogar glücklich sein (hörte ich von Bekannten)!

Also kam ich nicht umhin mich zu fragen, wie kann das sein? Wie kann ein beziehungsunfähiger Mensch auf einmal eine Beziehung führen?
 
Also bin ich zu dem Entschluss gekommen, diese „Ausrede“ zählt nicht, nein, ganz sicher kann und will jeder Mensch irgendwann in seinem Leben eine echte und gefestigte Beziehung führen. Somit ist das erste Kriterium gegeben, das definitiv gegen das Argument beziehungsunfähig spricht. Weiter denke ich, sind fast alle Menschen auf der Suche nach genau der „richtigen Person“ und wollen diese bewusst oder auch unterbewusst finden.

„Ich bin beziehungsunfähig.“

Den Satz den kein Mensch hören will, meiner Meinung nach ist dies nur ein Ausdruck von Angst vor einer festen und realen Bindung, die verletzen kann oder auch einfach die „faule“ Ausrede weil einfach das Kriterium „Liebe für’s Leben“ nicht gegeben ist und man sich nicht binden kann um vielleicht jemand „Besseres“ zu finden (vielleicht ist diese Ausrede dann nicht so verletzend als wenn man sagt „Du nicht! Ciao!“).

Traurig aber wahr, denn meiner Meinung nach kann eine Beziehung genauso nicht funktionieren, denn eine Beziehung muss so gefestigt sein dass man nicht noch nach dem größeren Stück Torte sucht.

„Ich habe Angst vor einer Bindung.“ (Bindungsangst)

Furchtbar beliebt, ja klar, das ist nun echt die beste Aussage sich einfach nicht festlegen zu müssen. Man kann sich hin und her entscheiden und dennoch immer wieder zu der Person zurückkehren und erklären das mit der Bindungsangst ist nun „vorbei“. Wohl eher: der Spieltrieb ist vorbei, vielen Dank auch!

Also mal ehrlich, wenn es wirklich jene Menschen geben sollte, die wirklich Angst vor einer Bindung haben oder meinen sie wären unfähig eine Beziehung zu führen, dann muss das entweder wirklich eine tiefsitzende Angst begründet mit einem ehrlichen psychischen Problem (was aus der Vergangenheit oder eventuell sogar noch Gegenwart kommt) sein. Das allerdings, liebe Freunde, ist behandelbar oder zumindest redet ernsthaft und vor allem (!!) ehrlich darüber (auch egal mit wem, Psychiater, Freunde, Familie, Fremde, Anonym)! Ihr könnt auch jeder Zeit mir eine Nachricht zukommen lassen J (Mail to: wonderful.life@mail.de) Ich gebe mein Bestes im Ratschlag geben und zuhören! Keine Scheu.

Aber ich gebe zu, auch ich habe schon von diesem Satz Gebrauch gemacht, mit Sicherheit nicht in diesem Zusammenhang. Ich hatte nun einige gescheiterte Beziehungen hinter mir, was nun nicht alles meine Schuld war (was ich endlich eingesehen habe). Aber genau das habe ich gedacht, es ist wirklich meine Schuld dass mein Freund eine andere Frau besser fand als mich und mich betrogen hat. Lächerlich, wie man solche Gedanken haben kann. Aber wenn einfach nichts mehr hinhauen möchte, dann fängt man mit Sicherheit immer zu Erst an den Fehler bei sich zu finden und nicht immer bei den Anderen. Aber ganz ehrlich, hört auf so denken Mädels und Jungs! Wenn eine Beziehung zu Bruch geht, dann gehören immer zwei Menschen dazu…!

Ich weiß, das klingt so blöd, ich rede hier so schlau dahin, ich versuche nur einfach Erfahrungen und Erinnerungen auszutauschen, vielleicht gibt es jemanden dem ich damit ein wenig helfen kann.
 
Ciao Freunde!
 
 
 
 
 
♥ P ♥